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Aktuelles - Details
Änderung des Gassi-Geher-Systems im Tierheim Gütersloh
04.08.14, 18:17 Uhr

Ab dem 01.08.2014 neue Regelung!



Bisher war es jedem, der älter als 16 Jahre ist, möglich, bei uns im Tierheim einen
Hund auszuführen. Es musste lediglich ein „Gassi-Geher Zettel“ ausgefüllt werden, auf dem Verhaltens- und Benimmregeln aufgeführt waren und die Personalien notiert
wurden.


Ab dem 01.08.2014 wird sich dieses System nun ändern…Warum?

 

Dafür gibt es drei Gründe:

1. Versicherungstechnische Gründe
2. der „Gassi-Geh-Tourismus“
3. Bessere Versorgung unserer Hunde

 

Zu Punkt 1
Wo gehobelt wird, da fallen Späne…oder anders gesagt, wo Hund und Mensch
aufeinander treffen, kann immer mal was passieren. Das muss nicht gleich eine
Bissverletzung sein, da reicht schon ein Hasenloch auf der Gassistrecke und schon
liegt man auf der Nase. Für solche Fälle hat das Tierheim natürlich eine Versicherung.
Damit diese greift, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Um diese auch
erfüllen zu können, müssen die Gassi-Geher Mitglied in unserem Tierschutzverein
sein. Nur so erkennt die Versicherung einen Unfall an und kommt für entstandene
Verletzungen und Schäden auf. Es ist uns schlicht und ergreifend nicht möglich, jeden
„Einmal-Gassi-Geher“ bei der Versicherung anzumelden. Durch eine Mitgliedschaft ist
dieses automatisch der Fall.

 

 

Zu Punkt 2
Besonders in den Ferien und am Wochenende stehen wir einer großen Zahl an
Besuchern gegenüber. Viele Familien mit Kindern kommen zu uns, um einmal ein
Tierheim zu besuchen und einen Hund auszuführen. Die gute Absicht dieser Besucher
ist uns klar, leider aber oft nicht umsetzbar. Dies führt dazu, dass uns Ärger und Unverständnis entgegen gebracht wird. Dazu gibt es folgende Punkte:

 

a.) Der Großteil unserer Hunde ist nicht kompatibel mit Kindern, einige Hunde sind deshalb sogar abgegeben worden. Wir möchten auf keinen Fall das Risiko eingehen, dass ein Kind durch einen unserer Hunde verletzt wird. Zudem können wir bei einem kurzen Kennenlernen nicht einschätzen ob Kind und Hund zusammen passen.

 

b.) Ist es den Kindern grundsätzlich untersagt den Hund an der Leine zu führen. In
unserem Gassi-Geher Zettel steht sehr deutlich, dass das Führen des Hundes nur von Personen ab 16 Jahren erlaubt ist. Leider wird diese Anweisung regelmäßig missachtet und sobald die Familie samt Hund das Gelände verlassen hat und hinter dem nächsten Maisfeld abbiegt, haben die Kinder die Leine in der Hand. Dieses Verhalten ist nicht nur unverantwortlich und unzuverlässig, sondern auch grob fahrlässig, da sich die Hunde losreißen und zur nahen Autobahn rennen können. Da dies schon der Fall war, konnten wir im Anschluss nur noch dankbar beten, das in diesem Moment kein Autofahrer verunfallte oder noch Schlimmeres passierte. Denn selbst wenn man unberücksichtigt lässt, was dem Tier passieren kann, sollte man zumindest an die Verkehrsteilnehmer denken, denen durch solch ein Verhalten Schlimmes passieren kann. Zusätzlich besteht dann natürlich auch keinerlei Versicherungsschutz.

 

c.) Wir sind ein Tierheim und kein Streichelzoo - es gibt kein Recht auf Unterhaltung durch Hunde streicheln oder ausführen. War der Hund schon draußen, stehen ihm seine Ruhezeiten zu!

 


Zu Punkt 3
Die Zahl der schwierigen oder verhaltensauffälligen Hunde in den Tierheimen steigt. Auch bei uns ist die Zahl an „Problemhunden“ so hoch wie nie. Diese Tendenz wird
auch weiterhin bestehen und voraussichtlich sogar deutlich zunehmen. Das bedeutet für uns, dass wir im Schnitt nur rund 50% unserer Hunde an den „Normalen-Gassi-Geher“ herausgeben können. Die anderen 50% können nur durch das Personal oder speziell geschulte Gassi-Geher ausgeführt werden. Aber auch die vermeintlich unkomplizierten, netten und verträglichen Hunde können nicht völlig ahnungslos ums
Feld geführt werden. Auch hier muss ein vorausschauender und zuverlässiger Zweibeiner am Ende der Leine sein, damit die anderen 50%, die vielleicht ein Problem
im Begegnungsverkehr haben, sicher ihren Spaziergang beenden können. So passiert es immer wieder, dass uns beim Ausführen eines solchen Problemhundes erst ein
Hund an der Ecke eines Maisfelds entgegenkommt, dann 8 Meter Leine und dann ein rufender und pfeifender Mensch. Dass ein Hund, der seinen Gassi-Geher seit 5
Minuten kennt, nicht auf seine Kommandos reagiert, die er womöglich sowieso noch nie zuvor gehört hat, leuchtet jedem ein. Es scheint wie ein Bild aus einem Comic,
aber für den, der mit dem „nicht so netten“ Hund unterwegs ist, ist es alles andere als komisch oder lustig, sondern vielmehr brenzlig, gefährlich und ärgerlich.

 

Wenn wir Hunde bei uns aufnehmen, die ein Problem mitbringen, sind wir immer bemüht an diesem Problem zu arbeiten. Beschriebene Situationen machen so
manchen Trainingserfolg zunichte. Aus diesem Grund möchten wir gewährleisten, dass alle Zwei- und Vierbeiner heile ums Feld kommen. Verständnis und
Rücksichtnahme sind das A und O. Dazu bedarf es einer intensiven Betreuung und Aufklärung aller Gassi-Geher, die während der normalen Öffnungszeiten nicht zu
leisten ist.

  

Die neuen Anforderungen und Auflagen an unsere Gassi-Geher:

Wer zukünftig als Gassi-Geher bei uns aktiv sein möchte, muss Mitglied im Tierschutzverein Gütersloh u. U. e.V. sein und an einer Einführungsveranstaltung teilnehmen.

Diese werden ca. 1x im Monat angeboten und erläutern die Verhaltens- und Benimmregeln, die zuvor durch unseren Gassi-Geher Zettel vermittelt werden sollten. Da wir in der Mehrzahl große Hunde beherbergen, die unter das Landeshundegesetz fallen, ist ein Sachkundenachweis nach §11 Landeshundegesetz NRW Pflicht. Für das Erlangen dieser Sachkunde werden wir regelmäßig Termine hier bei uns im Tierheim anbieten. Ist die Sachkunde bereits vorhanden, ist das entsprechende Dokument bei uns vorzulegen. Interessenten können nach Absprache Ausnahmen von dieser Regelung vereinbaren. Auch für langjährige Gassi-Geher, die vielleicht schon einmal an einer unserer Schulungsveranstaltungen teilgenommen haben, gelten Sonderregelungen.

 

Wir möchten mit dieser neuen Regelung weder Familien mit Kindern noch „Gelegenheits-Gassi-Geher“ ausschließen. Die Entwicklung der letzten Jahre lässt uns
aber kaum eine andere Möglichkeit, um Gefahren für und durch unsere Hunde abzuwenden und einen Versicherungsschutz für die Gassi-Geher zu gewährleisten.
Sollten Sie Fragen zu diesen Auflagen haben, stehen wir ihnen gerne zur Verfügung.

 

Der Vorstand und das Team vom Hundehaus

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