• Homepage  • Spende  • Mitgliedschaft  • Anfahrt  • Kontakt  • Sitemap  • Impressum  
Flowmedia GmbH

Nacura

Aktuelles - Details
Monatsrückblick August/ September 2014
08.10.14, 00:00 Uhr

das geschah im August und September




Katzen, Katzen, Katzen.....

 

Immer wieder kommen Meldungen von Katzenpopulationen zu uns, sei es, dass die Halter trotz Kastrationspflicht dieser nicht nachkommen, sei es, das Welpen irgendwo ausgesetzt wurden, sei es, dass auf Höfen immer noch der Gedanke zählt: ich lass doch nicht kastrieren, die werden doch sowieso irgendwann überfahren.

Das Resultat dieser Denke: kranke, ausgemergelte Katzen, Erkrankungen aufgrund von Inzucht und Mangelernährung. Die Folge: die Tiere sind anfällig für jeden Virus – viele sind so verschnupft, das sie von alleine gar keine Nahrung mehr aufnehmen können und erstmal an den Tropf müssen.

 

Hier mal ein Überblick über einen Tag im September:

Am 09. September kamen 9 auf einem Hof ausgesetzte Kätzchen (davon 6 scheu) aus Avenwedde zu uns. Am gleichen Tag brachte man uns 2 scheue, verstörte Kätzchen aus Langeberg. Eine Stunde später wurden 2 Katzenkinder gebracht die in einem Vorgarten aus der Gütersloher Stadtmitte gefunden wurden. 5 Babys aus einem Vorgarten in Spexard folgten! Als wir alle erstmal irgendwie versorgt und untergebracht hatten, erschien kurz nach Dienstschluss noch ein Flaschenkind aus Gütersloh Nord, ca. 4 Wochen alt. Schnell musste eine  weitere Pflegestelle gesucht werden und das Kleine dorthin gebracht werden.

 

Gott sei Dank ist das nicht an der Tagesordnung, aber 19 Neuzugänge an einem Tag sind schon kaum zu bewältigen, zumal zu dieser Jahreszeit die Pflegestellen noch mit den Welpen aus dem Frühjahr voll sitzen und das Katzen- und Kleintierhaus sowieso überfüllt ist.

 

Hätten wir nicht im letzten Herbst und diesem Frühjahr die Wohnung im Nebengebäude des Tierheimes noch als Katzenunterkünfte umgebaut, hätten wir nicht gewusst wohin mit all den Katzenkindern.

Und wie wir wissen, sind die die bei uns ankommen nur die Spitze des Eisbergs. Viele Katzenkinder sterben, weil die verantwortungslosen Halter der Elterntiere (egal ob sie eine unkastrierte Katze oder einen unkastrierten Kater haben) denken, irgendwer wird es schon richten! Bis jetzt haben wir ja alle verschenken und unterbringen können. Allerdings ist es ja so: die Halter dieser Tiere sind auch für deren Nachkommen verantwortlich, also auch für deren Kastration und tierärztliche Versorgung.  

 

 

Neben den Fundtieren, müssen natürlich Fangaktionen durchgeführt werden. Die Tiere werden dann je nach Gesundheitszustand kastriert und dort wo wir sie eingefangen haben wieder raus gesetzt, sofern dort eine Futterstelle und ein Dach über dem Kopf vorhanden sind.

 

 

Dazu kamen in den beiden Monaten eine unglaublich hohe Zahl von gemeldeten Tierschutzfällen – Gott sei Dank sind 8 von 10 haltlos, Nachbarschafts- oder Familienquerelen sind oft der Grund das wir grundlos losfuhren, aber für den 9. oder 10. Fall ist es imens wichtig, alles abzufahren und genau zu prüfen.

Leider nehmen diese Falschmeldungen sehr viel Zeit in Anspruch und hindern uns oft daran, anderes im Sinne der Tier tun zu können. Deswegen unsere Bitte, bei jeglichem Verdacht von Tiermisshandlungen oder nicht artgerechten Haltungen fahren wir selbstverständlich raus und kümmern uns, aber bitte geben Sie uns in Ihren Meldungen detaillierte Angaben.

 

 

ABER es gibt aber auch leider die Fälle, wo keiner etwas gesehen haben will.

Im speziellen Fall eines Collies hat dies zu maßlosem Schmerz und Leid geführt.

An einem Sonntagmittag erhielten wir verschiedene Anrufe im Tierheim:

Bereits seit 14 Tagen läge ein alter Collie in einem Garten unter einem Spielturm– der sähe gar nicht gut aus und in den letzten beiden Nächten habe er so jämmerlich geschrien und gestöhnt, das sich der Tierschutz mal drum kümmern müsse.

 

Es hörte sich brenzlig an und wir fuhren sofort los. Diesen unvorstellbaren Anblick dieses armen Geschöpfes werden wir wohl nie wieder vergessen können. Der Hund, teilten uns die Halter mit, sei alt und seit einiger Zeit inkontinent und deswegen dürfe er nicht mehr ins Haus. Wir fanden ihn in einer Sandkuhle unter besagtem Spielturm vor. Ein wimmerndes Etwas, verfilzt und dehydriert. Er war so schwach das er sich nicht bewegen konnte und den Wassernapf den man ihm nach draußen gestellt hatte war unerreichbar für ihn. Als wir uns ihm Näherten wurde das ganze Ausmaß seines Leidens sichtbar. Nicht nur, das man den Hund hatte verhungern und verdursten lassen, sein Körper war über und über mit Maden übersäht und er wurde vor unseren Augen lebendig aufgefressen.

Wir holten sofort den am nächsten gelegenen Tierarzt, der den armen Kerl von seinen Leiden erlöste. Der Hund wurde zur Obduktion mitgenommen und die Familie bei der Staatsanwaltschaft angezeigt!(Wir möchten darauf verzichten, dies hier bildlich zu dokumentieren).

Text upgedatet am 09.10.2014

 

 

Frederick:

Frederick wurde im Januar 2014 als Kaninchenbaby einer Familie geschenkt. Dort fristete er ein armseliges, einsames Dasein auf 40 Quadratzentimetern. In dem winzigen Käfig hatte man es auch nicht für nötig befunden regelmäßig auszumisten, so das Frederick auf einer harten "Betonschicht" aus Einstreu, Urin und Kot hockte.

 

Als wir wegen einer Meldung dorthin kamen verschlug es uns den Atem, denn den vorhandenen Katzen dort ging es kaum besser - Katzenklos waren zwar vorhanden, aber auch diese bestanden nur noch aus einem "Betonklotz" aus wenig Streu und viel Kot und Urin.

Es wurden Auflagen zur Tierhaltung erteilt und Frederick konnten wir Gott sei Dank sofort befreien.

Wir schnitten ihm die viel zu langen Krallen und setzten ihn in unserem Kleintierzimmer erst mal in eine 3 qm große Bucht. Sie hätten sehen sollen, wie er sich vorsichtig aufrichtete und merkte das geht ja, ich stoße nirgends an, wie er die ersten vorsichtigen Schritte im Gehege macht um dann – trotz nur 3 qm – erste Haken schlug - wir ließen ihn kastrieren und nun lebt er artgerecht bei einer netten Kaninchendame in einem artgerecht großen Außengehege!

 

 

Auch manche Abgaben machen uns sprachlos:

 

Teddy:

Mit 14 Jahren sein Zuhause verloren! Teddy wurde bereits vor sechs Jahren aus unserem Tierheim vermittelt. Nun standen seine Besitzer unverhofft und unangemeldet mit ihm vor der Tür und ließen ihn im Tierheim. Nachdem sich Nachwuchs eingestellt habe, kämen sie mit dem Kater nicht mehr klar, er zeige sich aggressiv im Verhalten…

Nach so langer Zeit hat war er einfach dort nicht mehr erwünscht.

Wir hätten uns wirklich gewünscht, das man uns den Zugang von Teddy avisiert hätte, denn besonders ältere Katzen haben es oft sehr schwer im Tierheim und vermissen ihren angestammten Sofaplatz sehr.

Hätten wir Zeit gehabt ihm eine Pflegestelle zu suchen, hätte man es dem alten Knaben viel leichter machen können. Jedoch ließ das Verhalten der Halterin und ihrer Schwester auch nicht erkennen, das dies der Wunsch gewesen wäre. Er war unerwünscht und egal was nun mit ihm passieren würde, es war ihnen schlicht und einfach egal!!

 

 

Ausgesetzt: 

 

Andy:

Ende August wurde Andy als Fundhund bei uns abgegeben. Bisher hat sich noch niemand gemeldet, der diesen wunderbaren Hund vermisst. Daher ist er nun zur Vermittlung freigegeben. Der Terrier-Mix wurde etwa 2013 geboren und ist ein überaus agiler, fast rastloser Rüde. Andy ist stets hochmotiviert und benötigt daher ausreichend Auslauf und – noch wichtiger – sinnvolle Beschäftigung. Er muss noch ganz viel lernen und würde sich sicherlich gerne in bestimmten Bereichen (z.B. Flyball, Agility) spezialisieren. Rassebedingt ist er jagdlich sehr motiviert, weshalb man ihn auch bei jedem Spaziergang genügend kreativ beschäftigen sollte. Er kann nicht gut mit Frust umgehen und neigt dann schnell zu Übersprungshandlungen, woran dringend gearbeitet werden muss.

Für Andy suchen nun wir absolut hundeverrückte Menschen, für die es nichts Schöneres gibt, als ihre gesamte Freizeit einem Hund zu widmen. Seine neuen Besitzer sollten sportlich und unternehmungslustig sein, zudem schon über Erfahrung im Bereich Hundeerziehung verfügen. Nur wer genügend Kreativität beim Beschäftigen von Hunden besitzt und nicht müde wird sich neue Dinge einfallen zu lassen um diesen feinen Kerl zu bespaßen, wird auf Dauer mit ihm glücklich sein. Andy ist ein toller Hund und wunderbarer Begleiter, der für seine Menschen alles tun würde, um ihnen zu gefallen!

 

 

Rosalie, Hannes und Pitt:

Rosalie, Hannes und Pitt wurden mit einem vierten Kaninchen zusammen in einem kleinen Stall in der Bruder-Konrad-Str. ausgesetzt.

Es gab Gott sei Dank einen Zeugen der uns sofort informierte und sich das Nummernschild notierte. Noch am gleichen Tag konnten die Besitzer ermittelt werden. Anzeige bei der Staatsanwaltschaft wurde gestellt.  

Leider konnte sich das vierte Kaninchen befreien und als wir ankamen konnten nur die anderen Drei ins Tierheim gebracht werden. Bei der Untersuchung der Kaninchen stellte sich heraus, dass Pitt einen zerbissenen Hoden hatte, er musste noch am gleichen Abend notoperiert/ kastriert werden.

Auch Hannes wurde nun kastriert und so suchen wir ab dem 11.10. für die drei artgerechte Zuhause in großen geräumigen Außengehegen, wo sie ganzjährig leben dürfen. Rosalie werden wir mit einem der Brüder vergesellschaften (sie suchen dann gemeinsam ein Zuhause) und der zweite Bock sollte dann zu einer charmanten Kaninchendame umziehen dürfen.

 

 

Glück gehabt:

Natürlich gab es auch wieder sehr schöne Momente, insbesondere bei den Hunden durften viele Langzeitinsassen und „Notfelle“ endlich ausziehen: 

 

Ganz besonders glücklich waren wir, das unsere Prinzessin Cindy  (siehe Foto) endlich ihre Menschen fand. Schon beim ersten kennenlernen stimmt die Chemie und Cindy wich dem Ehepaar nicht mehr von der Seite. Bereits nach 2 Stunden stand fest: die oder keine und schon eine Woche später durfte unsere Maus umziehen. Erst Fotos folgten und wir sind sehr, sehr glücklich für Cindy und ihre Menschen (siehe Foto1.).

 

Auch Nibbo (Foto 2.) durfte endlich ausziehen.…….unser liebes rumänisches „Humpelbeinchen“ – immer tapfer und emsig bemüht bei der Physiotherapie alles richtig zu machen, fand auch endlich, endlich seine Menschen.

 

Der alte Bonifacio, der ist bislang nicht besonders gut hatte – siehe Monatsrückblick Juli 2014 – musste nicht länger im Tierheim bleiben. Ein nettes Ehepaar entschied sich für ihn, obwohl sie erst kurz vorher einen Senior hatten gehen lassen müssen. Wir wünschen ihnen noch eine lange, schöne Zeit miteinander.

 

Und Lu – auch da berichtete wir im Monatsrückblick 2014 – glaubte im neuen Heim bei seiner Ankunft zu träumen, laut der neuen Besitzer nahm er das Haus genau in Augenschein und schien tatsächlich zu strahlen als er feststellte, das er nun nicht mehr ins Tierheim zurück musste, sondern sein neues und so hoffen wir endgültiges Zuhause gefunden hatte.

 

Genauso erging es unserem Jerry – siehe Monatsrückblick Juli 2014 – auch er fand nun seine Menschen und wir wünschen auch ihm, das dies nun sein endgültiges Zuhause sein wird.

 

Auch Siggi Siegerland – wir berichteten im Juli 2014 – kurz nachdem wir ihn bei der Sendung „Tiere suchen ein Zuhause“ angemeldet hatten, erschien seine neue Familie, alles passte und auch er durfte das Tierheim verlassen.

 

Und natürlich dürfen wir unseren Senior nicht vergessen. Denn Jack Russell Terrier Sammy war ein sehr dringender Fall:

Seit Herrchen und Frauchen in ein Pflegeheim kamen, lebt er alleine in der Wohnung und wurde 2-3 x täglich von Angehörigen versorgt. Sammy wurde im Jahr 2000 geboren und ist ein sehr anhänglicher und verschmuster Hund, der trotz seines Alters noch sehr gerne spazieren geht und beschäftigt werden möchte. Vor einigen Wochen wurde bei ihm Hodenkrebs diagnostiziert, woraufhin er nun kastriert wurde. Den Eingriff hat er gut überstanden. Sammy hat natürlich ein paar altersbedingte Wehwehchen, die ihn aber nicht daran hindern, noch mit viel Begeisterung durchs Leben zu gehen.

Wir suchten und fanden für Senior Sammy liebe Menschen, die ihm einen Platz als Dauerpflegestelle zur Verfügung stellen, die sich verantwortungsvoll um ihn kümmern und ihm sein Rentnerleben rundum versüßen.

 

Auch die noch im Tierheim verbliebenen Kangals konnten alle gut vermittelt werden und unter den Haltern gab es dann ein erstes kennenlernen bei unserem Seminar zum Thema Herdenschutzhunde.

 

Bei den Katzen kam zwar mehr ins Tierheim, als das ausgezogen wurde, aber wir konnten uns doch mit einigen unserer Insassen freuen:

 

Zum Beispiel Daisy und Mousy die weiterhin zusammen bleiben dürften und nun ein ganzes Haus zum herumstöbern und leben zur Verfügung haben.

 

Auch für  Jolly und Jumper (auch da berichteten wir im Rückblick Juli 2014) die am Parkplatz des Tierheimes in einer Transportbox ausgesetzt wurden, gab es ein Happy End. Sie fanden ein gemeinsames Heim und dürfen auch nun bald das erste Mal draußen die Umgebung erkunden.

 

Unfallkater Vincent lebt nun bei einem Ehepaar in Isselhorst, die Drähte wurden entfernt und es geht ihm sehr gut. Auch er freut sich darauf bald im Garten herum stöbern zu dürfen.

 

Nicht vergessen zu erwähnen möchten wir die drei Langzeitinsassen Mila, Foster und Strolch . Sie durften zusammen nach Halle ziehen, wo die noch recht scheuen Katzen selbst entscheiden dürfen, ob sie es sich lieber in einer warmen Stube oder auf dem Gelände gemütlich machen möchten.

 

 

Sonstiges:

Am 14.09.2014 fand dann bei allerbestem Wetter unser diesjähriger großer Trödelmarkt statt. Wir möchten uns nochmals bei allen Ausstellern, Ehrenamtlichen und Besuchern für  Ihre Teilnahme bedanken.

 

 

Zahlen - Daten - Fakten

 

August/September 2014

Neuzugänge :
Hunde:       33 (18 Fundhunde vom Besitzer wieder abgeholt)

Katzen:      80!!! (5 Fundkatzen vom Besitzer wieder abgeholt)
Kleintiere:   13

Vögel:          1


Vermittelt: 
Hunde:       15 
Katzen:      46  
Kleintiere:   11

Vögel:          1

 

<- Zurück zu: Aktuelles

 
   

Wählen Sie sich Über die beiden Links bei Amazon und/oder Zooplus ein, dann erhält das Tierheim Gütersloh durch Ihre Bestellung einen Bonus. Vielen Dank!

Tierbedarf, Futter, Tierzubehör günstig kaufen bei zooplus Unterstützen Sie uns mit
Ihrem Online-Einkauf
ohne Extrakosten