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Nacura

Aktuelles - Details
Monatsrückblick Oktober
25.10.13, 11:45 Uhr

das geschah im Monat Oktober




Vermehrer:

Auch im Oktober wurden wieder viele Fang- und Kastrationsprojekte durchgeführt. Gemeldete scheu lebende Populationen im Stadtbezirk und in Langenberg konnten eingefangen und je nach Alter bereits kastriert werden oder im Tierheim unter gebracht werden.

Leider platzt das Tierheim mittlerweile aus allen Nähten, denn immer noch wird trotz Kastrationsgebot, unkastrierten Katzen Freilauf gewährt - sind es dann zu viele, wandern diese ab und vermehren sich weiter.Oder sie werden ausgesetzt.

 

 

Ausgesetzte Tiere:

-        an einem Müllcontainer wurde eine Papageiendame ( Bild 1.) in ihrem Käfig ausgesetzt, nach eingehender Untersuchung durch den TA wurde festgestellt, dass dieses arme Ding vermutlich sein Leben lang in diesem viel zu kleinen Verlies eingepfercht war. Sie hatte wunde Stellen an den Flügeln, war schon ein älteres Semester und dazu auch noch blind. Sie wirkte unendlich traurig und erschöpft und wiederholte immer wieder die Worte: Mama, Papa, Wawa… dieses arme Mädchen, die uns nicht sagen konnte, wie ihr Leben bisher verlief, berührte die Mitarbeiter sehr.

Sie wurde in einer ihrer Art entsprechende Pflegestation gebracht, wo sie nun nach Abschluss der Quarantäne mit anderen Notpapageien ein artgerechtes Restleben führen darf. Dies kostet natürlich Unterkunft und Tierarzt, denn insbesondere ältere Tiere benötigen der regelmäßigen tierärztlichen Kontrolle und der vernünftige Ernährung. Darum hat nun das Tierheim Gütersloh die Patenschaft für sie übernommen. 

 

-        Als nächstes kam Ruby, die auf 3-4 Jahre alt geschätzte Norwegische Waldkatze wurde vormittags in einer Box vor dem Tierheim ausgesetzt, dabei lag ein Zettel mit ihrem Namen "Ruby". Recherchen ergaben das sie einem englischen Militärangehörigen gehörte, welcher unbekannt verzogen sei. Durch den Abzug der britischen Armee in den nächsten Jahren steht zu erwarten, dass die Tierheime Bielefeld und Gütersloh bald einer Flut von ausgesetzten Tieren gegenüber stehen werden.

Leider wissen wir nicht genau, ob sie in reiner Wohnungshaltung bislang lebte oder auch Freigang genießen durfte. Im Katzenhaus zeigt sie sich eher einzelgängerisch, das mag jedoch am Stress im Tierheim liegen,  aber vielleicht würde es mit einem netten, sozialen Wohnungskater klappen. Ruby wünscht sich auf jeden Fall eine große Wohnung oder ein Haus mit eingenetztem großen Balkon oder einer katzensicheren Terrasse.

 

Eine Urlaubsliebe mal anders…

Kaum war Ruby versorgt, erhielten wir Besuch von einem ausländischen Mitbürger aus Rietberg - dieser hatte erfahren, das man im Tierheim die Tiere abgeben könne, sobald die Kinder das Interesse daran verlören. das habe sich bei seinen Bekannten so herum gesprochen. Er habe nun eine Kaninchen-Mama mit drei Babys dabei, die nicht mehr benötigt würden. Da wir alle Ausläufe und Käfige belegt hatten, wurde schnell das Bad geräumt um der Kaninchen-Familie schlimmeres zu ersparen und nahmen sie auf. Auf die Frage nach dem Vater des Wurfes, teilte man uns mit, das sei eine Urlaubsbekanntschaft gewesen, als die Familie in Urlaub gefahren sei, habe man das Kaninchenmädchen zum Bock des Schwagers in Urlaub gegeben - was soll man da noch sagen...

 

-        Erst eine Woche war sogar ein Herr aus Rietberg mit dem Fahrrad angereist, der sein nicht mehr gewünschtes Kaninchenböckchen in einem Karton auf dem Fahrrad zu uns transportierte. Natürlich haben wir auch ihn aufgenommen, denn wir wollten ihm den Stress der „Heimreise“ ersparen. Ob es sich dabei um die Bekanntschaft der Kaninchendame handelte ist uns leider nicht bekannt.

 

 

Abgegeben:

Von Labradorwelpen GINO, haben vielleicht schon einige von Ihnen gelesen oder ihn sogar im Tierheim persönlich kennen gelernt.

Weil seine Besitzer nicht genügend Zeit für ihn hatten, wurde der kleine Gino bei uns abgegeben. Der Labradormischling wurde etwa im Juni 2013 geboren.

Bei der routinemäßigen Eingangskontrolle durch unseren Tierarzt wurde ein angeborener Herzfehler festgestellt (eine fehlerhafte Verbindung von der Hauptschlagader mit der Lungenschlagader, PDA genannt), weshalb Gino dringend operiert werden musste. Leider war sein Herz schon etwas geschädigt, so dass wir hoffen, dass Gino nach dieser OP eine normale Lebenserwartung hat.

Diese OP ist sehr kostspielig, darum suchten wir dringend Menschen, die uns bei diesem Eingriff, den wir in München in einer Spezialklinik durchführen lassen mussten, finanziell unterstützen. Spender konnten gefunden werden (wir sagen ganz herzlichen DANK dafür!!!) und Gino wird nun Mitte November operiert.

Für unseren kleinen Kerl suchen wir im Anschluss eine möglichst ruhige Familie mit Haus und eingezäuntem Garten, die ihm ein liebevolles, geborgenes Zuhause schenkt.

 

 

Status Umbau:

Mittlerweile konnten 2 Zimmer und der Arbeitsvorraum, sowie der Flur fertiggestellt werden.

Die anderen beiden Zimmer werden dieses Jahr nicht mehr fertig. Dazu benötigen wir dann ab Januar ehrenamtliche Hilfe beim Fliesenlegen. Wir würden dazu auch nochmal einen Aufruf starten, aber freuen uns natürlich, wenn sich schon mal Jemand dazu bei uns melden würde.

 

 

Vermittlungen:

Einige besonders erfreuliche und auch berührende Vermittlungen gab es im Oktober:

 

Dana (Bild 2.)- eine Familie aus dem Ruhrgebiet, die immer wieder, wenn ein Platz in ihrem Rudel frei wurdet, einem anderen älteren Hunde die Chance auf einen schönen Lebensabend ermöglicht, nahm Dana zu sich. Seit dem sie dort lebt ist sie viel lebhafter geworden und genießt die Streicheleinheiten in ihrer End-Pflegestelle.

 

Genau so geht es dem alten, lieben Bobby, er lernt nun erstmalig in seinem Leben was es heißt nicht mehr im Zwinger zu leben, sondern lebt nun in einem warmen, behaglichen Haushalt. Er muss noch einiges lernen, genießt es aber sichtlich, endlich ein richtiges Zuhause zu haben.

 

Auch Boarder-Dame Miley und Sorgenkind Franzi fanden endlich ihr Zuhause.

Franzi konnte sogar direkt von ihrer Pflegestelle aus umziehen und da die neue Familie ganz nah bei Pflegefrauchen wohnt, sind gegenseitige Besuche an der Tagesordnung.

 

Ebenso sehr  freuen wir uns auch über Marvin, der fast ein ganzes Jahr im Tierheim verbringen musste, bevor sich der richtige Mensch für ihn fand.

 

Bei den Katzen und Kleintieren geht es vermittlungstechnisch weiterhin sehr ruhig zu, aber drei Pärchen, dürfen ihren gemeinsamen Lebensweg weiterhin zusammen verbringen und konnten paarweise in ihr hoffentlich endgültiges Zuhause vermittelt werden.

 

Camillo und Blacky, die in der Transportbox ausgesetzten Katzen vor einer Tierarztpraxis in Gütersloh, wir berichteten im letzten Monat darüber.

 

Leopold und Alana, die als Welpen bereits von uns vermittelt wurden und deren Frauchen erkrankte, so dass sie wieder im Tierheim landeten.

 

Und auch Sunny und Sandy, die schwarzfelligen Schwestern, die auch bereits als Welpen einmal vermittelt waren und dann wieder ins Tierheim kamen, nachdem der Halter unbekannt verzog und seine Katzen der Nachbarin überließ, haben die richtigen Menschen gefunden.

 

Wir wünschen allen das sie endgültig angekommen sind und mit ihren Familien nun eine lange, liebevolle Zeit verbringen dürfen und natürlich das sie nie wieder ein Tierheim von innen sehen müssen.

 

 

Zum Schluß möchten wir noch ein speziellen Fall erwähnen:

Emil (urspr. Rango) kam mit seinen Geschwistern im Alter von 5 Wochen ins Tierheim, sie wuchsen in einer Pflegestelle auf, kamen nachdem alle notwendigen Impfungen abgeschlossen waren ins Tierheim und konnten dann alle - jeweils zu zweit vermittelt werden.

Nach einigen Wochen im neuen Heim und einen Tag nach der Kastration wurde Emil zurück ins Tierheim gebracht. Was war passiert - die Halter hatten die beiden Brüder in der Narkose auf FIV (Katzenaids) und Leukose testen lassen. Sein Bruder war negativ, Emil angeblich FIV positiv. Er musste zurück ins Tierheim, damit er seinen Bruder nicht anstecken konnte (FIV ist übrigens genau wie HIV bei Menschen nur durch Blut und Sperma übertragbar), obwohl er keinerlei Aggressionsverhalten zeigt, sondern ein normaler verspielter Welpe ist.

 

Da er zum damaligen Zeitraum erst 5 Monate alt war, konnten wir es kaum glauben, denn die Jungkatzen haben erst noch Antikörper von der Mutter im Blut, aus diesem Grund sollte ein Test nicht vor dem 6 Lebensmonat erfolgen. Auch sind diese Tests sehr unsicher und es wird dringend geraten nochmal nach einigen Wochen zu testen und zwar nach einem sehr speziellen Verfahren. Sonst läuft man in Gefahr ein gesundes Tier in alleinige Wohnungshaltung oder zu einer wirklich Aidskranken Katze zu vermitteln.

 

 

Da seine drei Geschwister negativ getestet waren, kam uns das noch unwahrscheinlicher vor. Im Tierheim hätte er in einer Box isoliert bis zum endgültigen Test (4 Wochen später) sitzen müssen. Er weinte und schrie nach seinem Bruder.

Er regte sich dermaßen auf, das wir uns ernsthafte Sorgen um ihn machten und so kam er dann schnell in eine Pflegestelle, wo er von Anfang an mit den vorhandenen FIV - negativen Katzen laufen durfte.

 

Der erneute Test war dann auch wie vermutet negativ. Man hatte durch Unkenntnis einen kerngesunden, liebenswerten Welpen umsonst von seinem Bruder getrennt. Darum unsere dringende Bitte: wenn Sie meinen, eine gesund erscheinende Katze testen zu müssen, verlassen Sie sich bitte nicht auf einen ersten Test, sondern bestehen Sie auf weitere Untersuchungen.

 

Es werden kommerzielle Testkits angeboten, die auf der Basis eines ELISA`s (Enzyme linked immuno sorbent assay) funktionieren. Diese Tests weisen nicht das Virus selber nach, sondern spezifische Antikörper. Der Test ist in letzter Zeit wegen
falsch positiver Ergebnisse etwas in Frage gestellt worden und daher muß in wissenschaftlichen Arbeiten ein positives ELISA-Testergebnis durch einen Western blot überprüft werden.

Der Western blot für Antikörper gegen FIV wird nur von wenigen Spezialinstituten durchgeführt und ist für Routineanwendungen wenig geeignet. Zur absolut sicheren Diagnose ist der Western blot zwar unerläßlich, es sollte aber bei der Kritik am ELISA berücksichtigt werden, daß es zu einem großen Teil biometrische Gründe sind, die zur einer relativ ungünstigen Quote an falsch positiven Ergebnissen führen.

 

 

Zahlen vom Oktober im Überblick:

 

Neuzugänge:

 

Hunde:       20 (davon 9 Fundhunde zurück zum Besitzer)

Katzen:      45 (davon 2 Fundkatzen vom Besitzer wieder abgeholt)

Kleintiere:     7

Vögel:          1 Papagei (s.o.)

 

Vermittelt:

Hunde:       13

Katzen:      13

Kleintiere:     7

Vögel:          1 Papagei (in Nothilfestation s.o.)

 

 

 

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