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Aktuelles - Details
Monatsrückblick Februar
12.03.14, 20:53 Uhr

...das geschah im Februar




Dies ist mal wieder ein Fall, der uns Tierheimmitarbeiter fassungslos macht. Wir erhielten am 10.02.2014 kurz vor Feierabend den Anruf eines Mannes. Dieser  hatte nach längerer Zeit einen Bekannten besucht und fand in dessen Keller 3 Perser- Mädchen vor, die abgemagert, total verfilzt und verkotet waren. Angeblich wurden sie erst vor kurzem von diesem gefunden, das genaue Alter ( geboren im Frühjahr 2013 ) war aber dann doch bekannt.  Es wurde wohl versucht, alle drei zu verschenken, als sich aber niemand fand, wurden sie in einen Kellerraum verbannt. Es ist nicht bekannt, wie lange sie dort gehaust haben. Aber sicherlich wurden sie noch nie in ihrem Leben gekämmt. Der vermutliche Besitzer ließ sich dann Gott sei Dank von seinem Bekannten dazu überreden, die Drei bei uns abzugeben. Wir waren wirklich erschrocken, wie schlecht der Zustand von allen war. Mittlerweile sind sie aufgepäppelt, kastriert und in Narkose  teilweise geschoren, alles andere wäre Tierquälerei gewesen. Das Fell war teilweise bis auf die Haut in dicken Platten verfilzt! Jetzt suchen wir für unsere Schätze ein neues Traum Zuhause bei Menschen, die Perser Erfahrung haben und diese Rasse zu schätzen wissen. Alle möchten gern zu einer bereits vorhandenen Katze in Wohnungshaltung mit ausreichend Platz ziehen. Toll wäre ein eingenetzter Balkon oder Terrasse. Es können natürlich auch alle 3 zusammen vermittelt werden oder zu zweit. Selbstverständlich darf die Fellpflege nun nicht mehr vernachlässigt werden!

  

Bereits vier Tage später, am 14.02.2014 erhielten wir eine Anruf von der Polizei.

Bei einer Wohnungsräumung wurden zwei 13-jährige Katzen vorgefunden. Wir wurden verständigt und holten die Katzen zu uns ins Tierheim. Dort wurde beim Eingangscheck festgestellt, dass Beide dringend eine umfängliche Zahnsanierung benötigen. Zudem hat Kater Speedy einen Tumor am Bein, der entfernt werden muss und sein Kumpel Mingels litt unter einer Bauchspeichelentzündung und musste einige Tage in der Tierklinik verbringen. Ihr Halter meldete sich einige Zeit später und wollte nachdem er eine neue Wohnung gefunden habe, beide Kater (die seit Welpe an bei ihm waren) wieder aufnehmen. Als wir einige Tage später versuchten erneut Kontakt mit ihm aufzunehmen, war er nicht mehr erreichbar.

Besonders Speedy (Foto2.)ist sehr traurig und kommt mit der Situation im Tierheim nur schlecht zurecht. Er liegt am liebsten auf einen großen Kissen an der Heizung oder bei einem unserer Mitarbeiter auf dem Schoß. Beide haben schon unser Außengehege entdeckt und genießen die frische Luft! Die beiden berühren uns Tierheimmitarbeiter sehr und wir suchen nun schnell ein tolles Zuhause für die Beiden. Sie sind absolut unkompliziert und auch für Katzenanfänger geeignet. Sie sollen ihren Lebensabend genießen dürfen! Wir wünschen uns für beide zusammen eine große Wohnung mit eingenetztem Balkon. Sie könnten aber auch getrennt voneinander ( oder zusammen ) als Freigänger in verkehrsberuhigter Wohnlage vermittelt werden. Da sie bisher sehr beengt gelebt haben, sollen sie nun ganz viel Platz haben. 

 

Zwei Tage später, am Sonntag Vormittag rief uns ein Mann an, dass er seine Katze, die er 2006 aus dem Tierheim erhalten habe und mittlerweile 12 Jahre alt sei, nicht mehr behalten könne. Seine Frau und er würden nicht mehr soviel Zeit haben um sich um die (Freigänger-) Katze zu kümmern. Wir erklärten ihm was das für ein älteres Tier bedeutet, jetzt noch ins Tierheim ziehen zu müssen, aber er sah keine andere Möglichkeit und so musste Summer (Foto1) zu uns ins Tierheim ziehen.

Man merkt ihr an, dass sie sehr traurig ist, weil sie nach so vielen Jahren ihr Zuhause verloren hat. Sie sitzt meistens an der gleichen Stelle in ihrem Freigehege und bewegt sich so gut wie gar nicht.Sie faucht, wenn man sie streicheln möchte, kann es aber dann doch genießen :-). Leider verkraften ältere Tiere einen Tierheimaufenthalt sehr schlecht, deshalb suchen wir für Summer nun ganz schnell eine Familie, wo sie für immer bleiben kann. Summer möchte gern Freigängerin in verkehrsberuhigter Wohnlage bleiben.

 

Am 19.02.2014 brachte uns ein Beauftragter der Stadt zwei junge Frettchen - ein Rüde und eine Fähe. Die Stadt hatte den Anruf eines Anwohners erhalten in seinem Garten würden zwei Marder die vermutlich die Staupe hätten, da sie überaus anhänglich seien, sitzen. Vor Ort stellten die Städtischen Mitarbeiter dann den Irrtum fest und brachten beide ins Tierheim. Hier wurden sie versorgt, kastriert und gechipt und konnten dann nachdem sie sich erholt hatten zur Frettchennothilfe nach Gummersbach umziehen. Das Tierheim Gütersloh hat leider nicht die Möglichkeit diese Tierarten artgerecht auf längere Dauer artgerecht zu halten. Dort sitzen sie nun in Quarantäne und warten auf nette Menschen, die Ihnen im Anschluss ein artgerechtes Leben bieten können. ganz herzlichen Dank den Frettchenfreunden Oberberg-http://www.frettchenfreunde-oberberg.de/

 

Am gleichen Tag nachmittags, dann ein Anruf der Feuerwehr. Ein Mann sei ins Krankenhaus gekommen und in der Wohnung würden nun zwei Katzen unversorgt sitzen. Diese kamen dann selbstverständlich ins Tierheim. Nach einigen Tagen Tierheimaufenthalt meldete sich der Besitzer und wollte leider nur Kater Urmel wieder zurück. Katze Zora blieb sehr traurig allein zurück, denn die beiden Katzen haben sich hier sehr gut verstanden und viel zusammen gekuschelt. Zora hat ein verkrüppeltes Ohr, dieses behandeln wir im Moment. Es macht ihr aber keine Probleme. Sie ist eine sehr hübsche hellrote Katzendame, die sehr verschmust ist.

Sie vermisst ihren Katzenkumpel sehr und verbringt die meiste Zeit in unserem Außengehege. In ihrem neuen Zuhause sollte daher Freigang in verkehrsberuhigter Wohnlage möglich sein. Andere Katzen sind für sie überhaupt kein Problem. Wir hoffen, dass sie nun endlich ein Zuhause auf Lebenszeit findet!

 

Am Montag, 24.02.2014 erhielten wir mittags den Anruf eines Mannes. Er habe am Vorabend eine kleine ca. 10 Wochen alte Katze über den Zaun geworfen, ob wie sie gefunden hätten.....es sei schließlich keiner mehr da gewesen und da er sie in der Stadt gefunden habe, musste er ja irgendwo hin mit dem Tier.... ( Das bei uns der Anrufbeantworter angeht und darauf hinweist, das außerhalb der üblichen Zeiten die Polizei, bzw. die Feuerwehr bei Fundtieren benachrichtigt werden muss, hat er wohl bei seinem angeblich versuchten Anruf bei uns wohl überhört..) Eine hektische Suche nach der kleinen Katze ging los, alles wurde umgedreht und abgesucht - die Katze blieb verschwunden. Beim erneuten Anruf des Mannes, ob wir den ENDLICH fündig geworden seine, musste sich die Mitarbeiterin noch wüsste Beschimpfungen des Herrn anhören! Abends als alles ruhig war, gingen die Mitarbeiter dann nochmals mit einer Taschenlampe los und wurde tatsächlich nach einiger Zeit fündig. Der kleine Kater, ca. 4 Monate alt traute sich hervor und konnte ins Katzenhaus gebracht werden. Lieb, verschmust und völlig ausgehungert wurde er erst mal mit allem Nötigen versorgt. Danach rollte er sich schnurrend in seinem neuen Körbchen zusammen und schlief satt und erschöpft sofort ein. Er bekam den Namen „Lucky Boy“ und darf aktuell in einer Pflegestelle bis zur erfolgten Grundimunisierung aufwachsen.

 

Nachdem sich dieser Mann mittags im Tierheim gemeldet hatte, klingelte zwei Stunden später ein anderer Mann bei uns durch. Er habe Samstag Abend einen Welpen gefunden, der so krank sei das er kaum Luft kriege. Den habe er seitdem in der Badewanne sitzen und an diesem Tag schaffe er es auch nicht zu kommen, da er lange arbeiten müsse. Auf die Frage der Mitarbeiterin, ob das Tier denn wenigstens mit Futter versorgt worden sei - meinte dieser: nein - Futter hätte er keines gehabt. Also sass dieses winzige Katzenkind, krank, abgemagert und völlig verschnupft seit über 36 Stunden in der Badewanne des Mannes und erhielt keine Hilfe. Natürlich fuhr eine Mitarbeiterin sofort los und holte die Kleine ab. Fressen konnte sie nicht alleine, einerseits war sie zu geschwächt und wie wir dachten zu verschnupft. Sie wurde sofort in die Tierklinik gebracht, dort stellte man dann fest, dass die Kleine eine Gaumenspalte hat - so das der Eiter ungehindert in den Rachenraum fließen konnte und sie selbstständig nicht in der Lage war zu fressen. Sie wurde mit der Flasche aufgepäppelt und hat sich mittlerweile sehr gut erholt - die Spalte ist zugewachsen, sie kann alleine fressen und hat einen ungeheuerlichen Nachholbedarf nach Spiel- und Schmuseeinheiten. Und unsere kleine Heidi möchte nun schnellstmöglich in eine eigene Familie ziehen dürfen.

 

Und so könnten wir endlos weiter berichten, dies sind mal wieder einige Beispiele unserer täglichen Arbeit.

 

Aber es gibt natürlich auch schöne Seiten im Tierheimalltag:

 

So konnten unsere Sorgenkinder

Kater Charly

Kater Leo

Kater Abraxas

Katze Carlotta

Und Hund Henry endlich das Tierheim verlassen um in ein neues Zuhause zu ziehen.

 

Wir wünschen Ihnen allen, dass sie ihr endgültiges Heim bezogen haben und nie wieder abgegeben werden.

 

Zahlen im Überblick:

Februar 2014
Neuzugänge :
Hunde:      11 (7 Fundhunde vom Besitzer wieder abgeholt)

Katzen:      19
Kleintiere:     5


Vermittelt: 
Hunde:         3
Katzen:      20
Kleintiere:     6

 

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