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Nacura

Aktuelles - Details
Monatsrückblick März 2014
07.04.14, 13:01 Uhr

das geschah im März




Ein ganz armes Geschöpf

Anfang März erreichte uns frühmorgens ein Hilferuf aus Herzebrock-Clarholz - eine verletzte Hündin sei auf einem Feld und drehe sich im Kreis - da die Melderin keine Zeit hatte, fuhren Mitarbeiter los und brachten die Hündin sofort in die Tierklinik. Leider kam jede Hilfe für sie zu spät - und bis heute hat sich auch noch niemand nach ihr erkundigt - wir ermuten, das man sie - alt und krank - einfach ihrem Schicksal überlassen hatte.

 

Unglaublich...

Zwei Tage später erschien eine Dame mit ihrer Tochter im Tierheim. Sie hatten eine Fundkatze dabei und wollten das wir die Katze kastrieren lassen, dann würden sie sie ganz behalten wollen. Da sprach auch nichts gegen und so nahmen wir das Tier in Empfang, nahmen die Funddaten, sowie die Daten der Finderin auf und brachten die Katze in die Quarantänestation.

Daraufhin reagierte die Frau recht geschockt und fragte, warum sie die Katze denn nicht bis zur Kastration wieder mitnehmen könne - wir teilten ihr mit, dass wir das Tier vor dem OP-Termin erst mal genau untersuchen lassen würden und wenn alles o.k. sei und sich in den nächsten 14 Tage der Halter der Katze nicht melden würde, sie die Katze wieder abholen könne. Daraufhin teilte sie uns mit, das sei eigentlich ihre eigene Katze und ein Bekannter habe ihnen den Tip gegeben, da das Tierheim ja alle Fundkatzen, sofern nicht bereits passiert, kastrieren lasse - doch diesen Weg zu wählen um das Tier kostenlos operieren zu lassen.

Wirklich eine tolle Idee - das aber die Tierheime/ Tierschutzvereine jeden Monat versuchen müssen die Rechnungen für die Tierarzt irgendwie zusammen zu kriegen - das wurde anscheinend nicht bedacht. Wir helfen wo wir können, doch sind uns finanzielle Grenzen gesetzt.

 

Überraschende Gäste

Mitte März wurde uns eine Hausräumung zugetragen: 8 Nymphensittiche (Foto2), 4 Wellensittiche und ein Ziegensittich wurden heimatlos und mussten binnen 24 Stunden abgeholt werden. Leider sind unsere Platzkapazitäten im Kleintierzimmer recht gering, so das die Armen aktuell in Käfigen hocken müssen, bis sich ein endgültiges Heim mit einer großen Voliere findet.

 

Einen Tag später machten wir uns auf den Weg nach Herzebrock, dort sollten diverse Tierarten nicht vernünftig gehalten werden, wie sich herausstellte war es nicht bei allen so schlimm, wie geschildert, aber 4 Ratten wurden in einem dermaßen engen Käfig gehalten, das sie kaum Bewegungsspielraum hatten. Nach der Vorstellung der 4 Mädels beim Tierarzt,  mussten alle vier wegen Entzündungen behandelt werden. Die Notrattenhilfe Bielefeld nahm sich der Vier an (herzlichen Dank dafür!), so das sie nun von dort aus gemeinsam in ein neues Heim ziehen sollen, wo man sich artgerecht um sie kümmert und natürlich auch die tierärztliche Versorgung gewährleistet ist. http://www.notrattenhilfe.de/

 

 

Heimatlos

Minka und ihr Bruder Peter lebten von Welpe an bei einer älteren Dame in Rheda-Wiedenbrück in reiner Wohnungshaltung. Nachdem Peter vor einigen Monaten starb, hatten die beiden älteren Damen nur noch einander.

Nun kam Frauchen vor 8 Wochen notfallmäßig ins Krankenhaus. Eine Nachbarin, die auch eine Schlüssel zur Wohnung hatte, versorgte Minka.

Als sich herausstellte das Minkas Frauchen nicht mehr in ihre Wohnung zurückkehren würde - sie wird nun in einem Pflegheim betreut - kam die nächste Verwandte, eine Nichte aus Delmenhorst, nahm der Nachbarin den Schlüssel ab und setzte Minka vor die Tür!

Die alte Katze lief nun wochenlang verstört um das Haus, musste zudem erstmalig die zu dem Zeitpunkt noch sehr kalten Tage und Nächte draußen verbringen. Alles zurufen und locken der Nachbarin nützte nichts - Minka nahm zwar dankbar das angebotene Futter auf der Terrasse der Frau an, aber reinlocken oder anfassen lies sie sich nicht. Nachts schlief sie auf einem Terrassenstuhl oder unter der Terrasse im Gras.

Als man den Tierschutz informierte, waren schon einige Wochen ins Land gegangen. Wir konnten Minka schließlich in einer Lebendfalle anfüttern und einfangen.

 

Sie saß dann völlig verstört im Tierheim - wir hatten ihr einen kleinen Raum extra für sie alleine eingerichtete, aber sie hockte nur unter einem Schränkchen und fauchte wenn man sich ihr nähern wollte. Glücklicherweise fand sich schon nach einer Woche ein Interessentin für Minka. Wie schön, dass es auch Menschen gibt, die einem älteren Tier die Chance auf einen schönen Lebensabend geben.

 

Auch Katze Lisa lief vor ein paar Jahren  dieser Dame in Rheda-Wiedenbrück zu. Da die Dame bereits die zwei Wohnungskatzen hatte (Minka und Peter) und Lisa Artgenossen nicht unbedingt zu ihrem Glück braucht, baute ihr die Dame ein isoliertes Häuschen im Garten und versorgte sie dort täglich. Sie lies Lisa tierärztlich durchchecken, lies sie kastrieren und verbrachte oft Zeit draußen mit ihr.

Lisa zeigte sich sehr dankbar und anhänglich, lies sich gerne streicheln und beschmusen und hing sehr an der alten Dame.

Als sich herausstellte das Lisas Frauchen nicht mehr in ihre Wohnung zurückkehren würde, riss der Vermieter die Hütte ab, Lisa war somit heimatlos. 

Da die Nachbarin bereits Katze Minka (siehe dort) auf der anderen Seite des Hauses, auf der Terrasse versorgte - zog es Lisa nun auch dorthin. Die Versorgung war nun zwar gewährleistet, aber der selbstbewussten Lisa hatte nun die schüchterne, alte Minka nichts mehr entgegen zu setzen und traute sich nun ihrerseits nicht mehr dorthin. Sie wartete bis Lisa gefressen hatte, um dann ihren Anteil abzuholen. Lisa ging auch durch die geöffnete Terrassentür ins Haus der Nachbarin, versicherte sich aber immer, das die Türen offen blieben und sie jederzeit wieder raus konnte. Laut der Nachbarin hat Lisa Probleme mit geschlossenen Räumen - kein Wunder, so wie sie bis dahin gelebt hatte.

Für die schöne, fünfjährige Silbertigerin suchen wir nun ein Heim, wo sie nach der Eingewöhnungszeit wieder ihren geliebten Freigang genießen darf. Entweder mit einer Katzenklappe, wo sie dann kommen und gehen kann wie sie möchte oder aber auch auf einer Deele, wo man sie versorgt und sie ihr Leben leben lässt. Dies sollte in verkehrsberuhigter Lage sein, da Lisa auch ein einer solchen bislang lebte.

 

 

Dazu kamen wieder etliche Meldungen von schlecht gehaltenen Hunden und wir müssen sagen, wie mancher seine Tiere hält, verhilft uns oftmals zu schlaflosen Nächten.

 

Diese Fälle sind noch im offenen Verfahren und wir hoffen durch unseren Einsatz ein verbessertes Leben für diese armen Seelen erwirken zu können.

 

-        Wozu hält man sich einen Hund, wenn er von Welpe an in einem dunkeln Schuppen dahinvegetieren muss?!

 

-        Wieso hält man sich einen Hund, der jahrelang Wind und Wetter in einem Zwinger - OHNE Schutzhütte!!!- ausgesetzt ist, der in seinen eigene Exkrementen leben muss???!!!

 

-        Wieso hält man sich einen Hund, der außerhalb der zweimal täglichen 10- minütigen Gassigänge, sein Leben in einer Transportbox in der Garage fristen muss?!

 

-        Wieso weigern sich diese Menschen,  uns den Hund freiwillig abzugeben?!

 

Aus Liebe zum Tier bestimmt nicht, sondern....weil es der Hund doch gut bei ihnen hat, weil es immer schon so war...!!!

 

NEIN, so NICHT! Jedes Lebewesen hat ein recht auf artgerechte Haltung und den nötigen Respekt!

 

Wir werden nicht locker lassen und jeder Meldung weiterhin akribisch nachgehen um die Lebensumstände der Tiere zu verbessern!

 

 

Aber hier auch die schönen Seiten des Tierheimalltags -

 

Vermittlungen:

Nach drei langen Jahren ist endlich unser Benno (Foto 1.) ausgezogen und wir hoffen das es diesmal für immer ist!!! Wir freuen uns alle sehr!

 

Bei den Katzen freuten wir uns auch ganz besonders über die Langzeitinsassen die endlich, endlich ein Zuhause bekamen:

 

Kater Gromit, war 1 Jahr im Tierheim

Lynx, Leroy, Lex, Large, Diego waren sogar 1,5 Jahre bei uns.

Auch unsere Sorgenkinder Abraxas und auch Eve fanden endlich ihr Heim.

Und die drei Perserdamen (wir berichteten im Monatsrückblick Februar) durften uns im März schon wieder verlassen. Diamond zog zu einem netten Perser-Herren und June und Cassiopaia konnten sogar gemeinsam umziehen.

 

Die Chinchillas Coco und Shadow, die so lange im Tierheim sitzen mussten, leben nun mit zwei weiteren Chinchilla-Damen in einem großen Gehege mit Zimmerauslauf.

 

All ihnen, wünschen wir ein langes, artgerechtes, liebevolles Leben bei ihren Menschen.

 

Zahlen im Überblick:

 

März 2014

 

Neuzugänge :
Hunde:       16 (7 Fundhunde vom Besitzer wieder abgeholt)

Katzen:      22  (1 Fundkatze vom Besitzer wieder abgeholt)
Kleintiere:   23


Vermittelt: 
Hunde:         4
Katzen:      34
Kleintiere:   11

 

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