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Nacura

Aktuelles - Details
Monatsrückblick April
10.05.13, 00:00 Uhr

Das geschah im Monat April:




Osterfest und Tierschutzfall

Der April startete direkt am Ostermontag, dem 01.04.2013 mit unserem jährlichen Osterfest. Bei bestem Wetter kamen viele Besucher ins Tierheim um über das Gelände zu bummeln, einen Spaziergang mit einem der Hunde zu unternehmen und um sich anschließend an einem der Verkaufsstände zu stärken oder um sich zu unserer Arbeit zu informieren.

 

An diesem Nachmittag erhielten wir eine Meldung von einem Fall in Rheda-Wiedenbrück. Ein alter Mann war ins Krankenhaus gekommen und man hatte seinen Sohn, der im Ausland lebt, informiert. Dieser fand um und am Haus wie er dachte, zwischen 12-15 Katzen vor: Der Sohn bat nun um Hilfe, da er wieder zurück ins Ausland musste und bis heute unklar ist, ob sein Vater je wieder in sein Haus zurück kehren kann.

 

Wir machten uns am darauffolgenden Tag auf den Weg um uns ein Bild von der Situation zu machen. Das Grundstück hatte der alte Mann verwahrlosen lassen

und so fanden sich viele Schlupflöcher, wo sich die Katzen verstecken konnten. Der Sohn hatte uns darauf hingewiesen, das auch in einer alten Gartenhütte Katzen festgesetzt seien. Da schauten wir als Erstes nach und waren mehr als entsetzt: Wie sich nach der Fangaktion herausstellte, „lebten“ dort 6 unkastrierte Kater die sein Vater aus falsch verstandener Tierliebe jahrelang in einer kleinen Gartenhütte eingesperrt gehalten hatte.  Sie wurden zwar mit Futter versorgt, aber ansonsten lebten sie nur in ihrem eigenen Kot und Schimmel. Wenn man bedenkt wie kalt die letzten Winter waren, ist es erstaunlich das die Tiere dort überleben konnten

Außer einer Tür die mit Kaninchendraht versehen war, gab es keinen Lichteinfall, die Tiere waren verletzt und sehr scheu und drückten sich verängstigt aneinander.

 

Ansonsten sahen wir an diesem Tag auf dem Gelände vier weitere Katzen. Als erstes wurden vier der Kater aus der Gartenhütte mit ins Tierheim genommen und dem Tierarzt vorgestellt: Kreuzbandrisse, alte Brüche, Wunden - dies alles musste behandelt werden und natürlich mussten die Kater kastriert werden. Doch wie sollte es weiter gehen, wohin mit den armen, scheuen Katzen. Zurück? Da wäre niemand mehr der sie versorgt. Im Tierheim lassen? Diese menschenscheuen Katzen verkümmern im Tierheim, geben sich in der Gefangenschaft auf. Auch hatten wir natürlich keinen Platz für so viele Tiere. Doch erst einmal mussten die Verletzten bleiben und die Anderen eingefangen und kastriert werden. Eine Fangstelle wurde eingerichtet und mit Hilfe der Nachbarn, die uns anriefen sobald Katzen in den Fallen waren, konnten nach und nach alle Katzen eingefangen werden. Groß war der Schreck als es nicht 12 oder 15, sondern am Ende sogar20!!! Katzen waren. Die Kater in der Hütte wurden auf 6-8 Jahre geschätzt - die draußen Lebenden waren im Alter zwischen 4 Monaten und 4 Jahren. Es wurde eng im Tierheim, wohin mit den Tieren? Sogar in den Gästetoiletten mussten wir aus Platzmangel die Katzen teilweise zu dritt oder viert festsetzen. Zwei der Katzen setzten wir nach der Kastration zurück, sie drehten nach kürzester Zeit in der Enge im Tierheim regelrecht durch - die Nachbarn erklärten sich bereit diese Beiden weiter zu füttern, sofern nicht noch mehr Katzen zurück gesetzt würden.  Zum Glück waren nur zwei der Kätzinnen trächtig, für diese mussten nun Pflegestellen gefunden werden, wo sie ihre Babys in Ruhe bekommen konnten. Eine weitere war zu jung um schon kastriert zu werden, aber für alle Anderen wurden dringend neue Unterkünfte gesucht. Ein Aufruf in der Tagespresse brachte dann Erfolg: Zumindest 9 konnten schon in artgerechte Zuhause gebracht werden. Die Katzen wurden kastriert, entfloht und entwurmt abgeben. Auch für 3 weitere scheue Katzen die schon lange im Tierheim saßen, konnte über diese Aktion ein Heim gefunden werden.

 

Jedoch für sechs Katzen aus Rheda suchen wir noch, sowie für 9 weitere Katzen, die teilweise schon über ein Jahr im Tierheim sitzen und auch artgerechte Zuhause benötigen, wo sie ein Dach über dem Kopf haben, einen gefüllten Napf und einfach als Mäusefänger einem geregelten Job nachgehen dürfen. Wo sie den Menschen und die Menschenhand nicht fürchten müssen. Bei Interesse melden Sie sich bitte im Katzenhaus.

Siehe auch http://www.tierschutzverein-guetersloh.de/aktuelles_details.html?&no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]=3213&tx_ttnews[backPid]=10

 

 

Ausgesetzt und Welpenzeit

Fast zeitgleich kamen zwei Katzen, Jana und Nadine nannten wir sie im Tierheim, die man in einem Garten ausgesetzt hatte - beide weiblich und natürlich unkastriert. Nadine war tragend, doch durch den Stress des Aussetzens erlitt sie eine Fehlgeburt.

 

Aus Langenberg kam ein ein paar Tage später ein Hilferuf: in einem offenen Gartenhaus hatte es sich eine Katze sich mit ihren 4 frischgeborenen Welpen gemütlich gemacht. Wir fuhren hin und nahmen die sehr liebe und freundliche Katzenmama samt ihrem ca. 6 Tage alten Nachwuchs mit. Nun sind sie in einer Pflegestelle des Tierheimes und Mama kann sich nun liebvoll umsorgt, in aller Ruhe um die Aufzucht ihrer Babys kümmern.

 

In diesem Zusammenhang möchten wir nochmal dringend darauf hinweisen, dass das Tierheim noch Pflegestellen benötigt, damit die Kleinen bis nach der 2. Impfung ohne den Infektionsdruck der in einem Katzenhaus herrscht aufwachsen können. Siehe auch http://www.tierschutzverein-guetersloh.de/aktuelles_details.html?&no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]=2119&tx_ttnews[backPid]=10

 

 

Sorgenkinder: 

Endlich konnten unsere alten, übergewichtigen Katzendamen Susi und Knicki in eine Pflegestelle ziehen. Selten haben wir zwei so unglückliche Katzen erlebt, deren Trauer über den Verlust des Frauchens über Wochen nicht nachließ. Nun blühen sie langsam in der Pflegestelle wieder auf. Endlich wieder umgeben von gewohnten Dingen und Geräuschen die ein Haushalt so mit sich bringt, scheint dies ihre Lebensgeister geweckt zu haben. Wir sind sehr glücklich das die Beiden sich endlich wieder wohlzufühlen scheinen!

 

 

Kaninchen 

Nach einer langen kalten Winter- und ersten Frühjahrszeit, suchen immer noch viele Kaninchen ein artgerechtes Zuhause. Nun da der letzte Frost (hoffentlich) vorbei ist, können die Tiere endlich in artgerechte Außengehege vermittelt werden.

 

 

Weitere Nachrichten: 

Unser Jerry ist tot! Nach einem langen Leben in schlechter Haltung, konnte er in seinem neuen Heim noch 8 Monate in Liebe und Geborgenheit verbringen. Sein Frauchen ist unendlich traurig, den lieben Kerl über die Regenbrücke gehen lassen zu müssen.

 

Unser Gerry ( siehe Foto1) hat seine Prüfung als Sprengstoffspürhund bestanden! Herzlichen Glückwunsch von allen Pflegern des Tierheims.

 

Das Abgabebuch ist voll, speziell bei den Hunden und Kleintieren ist ein wahrer Boom ausgebrochen, seine Tiere ins Tierheim abgeben zu wollen. Speziell  Schäferhunde sollen aktuell verrstärkt ihr Zuhause verlieren.

 

 

Zu guter Letzt,

wurde uns im April ein Fundhund gebracht, dessen Rasse nicht erkennbar war. Spaziergänger hatten diesen Hund (siehe Foto) auf Bahngleisen liegend vorgefunden und umgehend zu uns ins Tierheim gebracht. Kurze Zeit später erhielten wir einen Anruf, man vermisse einen Westhighland-Terrier und ob dieser im Tierheim sei. Dies verneinten wir im guten Glauben, da wir keinen Hund dieser Rasse im Tierheim hatten. Der Fundhund wurde untersucht, die Filzplatten geschoren, die Krallen, die bereits ins Fleisch wuchsen, geschnitten und dann wurde er gebadet. Und siehe da: unter all dem Filz und Dreck kam dann wirklich ein einem Westhighland-Terrier ähnlich aussehender Hund zum Vorschein. Wir informierten das Kreisveterinäramt und diese fuhren zu den angeblichen Haltern.

 

Als diese dann ins Tierheim kamen, man ihnen die geschorenen Filzplatten zeigte, behaupteten sie, diese wären keinesfalls von Ihrem Hund, denn ihr Hund würde täglich gebadet und gebürstet!!! Den geschorenen Hund erkannten sie dann aber doch als ihren Eigenen und wollten ihn umgehend wieder zurück haben. Unter Vorgaben des Kreisveterinäramtes und unter der Maßgabe, dass die Hundehaltung zukünftig kontrolliert werden würde, mussten wir den Hund leider wieder an die Halter heraus gegeben.

 

 

Zahlen vom April im Überblick:

Neuzugänge:

 

Hunde:       17 (10 Fundhunde wurden wieder abgeholt)

Katzen:      29

Kleintiere:    3

Vögel:          1

 

Vermittelt:

 

Hunde:       11

Katzen:      40 (inkl.  14 scheuer Katzen)

Kleintiere:   4

Vögel:         0

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