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Flowmedia GmbH

Nacura

Aktuelles - Details
Monatsrückblick Mai
12.06.13, 00:00 Uhr

Das geschah im Monat Mai:




Freud und Leid

 

Der Monat startet noch ruhig, dann am 05.05. kam ein Anruf: direkt an der Gütersloherstr. wurde eine Transportbox mit einer Katze gefunden. Wir gaben der bildschönen roten Katzendame den Namen Zora. Wieso diese liebe Katze auf solch einer Art und Weise ausgesetzt wurde ist mal wieder unverständlich. Noch jung, ca. 1 Jahr alt, lieb, verschmust, gesund und munter stellt man sein Tier einfach an einer stark befahrenen Straße ab. Was muss sie für Ängste ausgestanden haben, als ein Auto nach dem anderen dicht an ihr vorbei fuhr. Zora hatte Glück, sie fand schnell ein liebevolles Heim, wo man sie nie wieder abgibt.

 

Als Nächstes kam eine Fundkatze von der Verlerstr. - das genaue Gegenteil von Zora, sie war in einem schrecklichen Zustand. Die Untersuchung in der Klinik ergab, dass man auf sie geschossen hatte, es befanden sich mehrere Schrotkugeln in ihrem Körper. Zudem hatte sie Rückenproblem, dies äußerte sich durch einen stark durchhängenden Rücken. Außerdem konnte sie schlecht laufen, durch eine vermutlich früher nicht behandelte Zuckererkrankung, waren ihre Pfotenballen stark geschwollen. Als ob das nicht genügte, war sie auf einem Auge blind. Einfach nur dankbar und lieb für jegliche Art der Zuwendung schlossen alle im Team sie sofort ins Herz. Wir nannten sie Anabell (Foto1). Sie bekam Schmerzmittel und Medikamente und es wurde dringend eine End-Pflegestelle für sie gesucht. 

Die Mitarbeiter versuchten, es der auf 15 Jahre geschätzten Katzendame, so schön wie möglich zu machen: sie nahmen sie in der Mittagspause mit raus auf den Rasen, lagen mit ihr in der Sonne und sobald keine Besucher im Tierheim waren, durfte Anabell sich im Katzenhausgang und dem Büro frei bewegen. Wir wünschten uns so sehr für Anabell, dass sie für die ihr noch verbleibende Zeit einmal die Liebe und Geborgenheit einer Familie erfahren dürfte. Kuscheln am Sofa mit ihren Menschen, Streicheleinheiten und kleine Gänge im Garten. Mehr brauchte sie nicht. Leider fand sich niemand und Anabell bekam, was wir die ganze Zeit befürchten mussten im hohen Infektionsdruck eines Tierheimes, einen Infekt, von dem sie sich nicht mehr erholte. Wir mussten sie gehen lassen. Sie ging friedlich, in den Arm der Mitarbeiterin gekuschelt, mit der sie noch ein paar Tage die Mittagspause in der Sonne genießen durfte. Sie war nur kurz bei uns, aber sie hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen und wir werden sie nicht vergessen.

 

Kurz vor Anabell kam Gretchen, 13 Jahre alt, zu uns ins Tierheim. Sie war bereits vor 1,5 Jahren schon mal bei uns, als ihr damaliges Frauchen verstarb. Gesucht und gefunden wurde damals eine End-Pflegestelle. Als nun Gretchen immer stärker Probleme mit dem Rücken bekam und an schlechten Tagen kaum ein paar Meter laufen konnte und dadurch ihr Katzenklo nicht mehr erreichen konnte, brachte die Pflegestelle Gretchen zu uns ins Tierheim, mit der Bitte sie einzuschläfern. Gretchen war natürlich bereits seit Wochen in Behandlung und wir stellten fest, dass die Medizin immer besser anschlug und Gretchen vom ersten Tag an bei uns absolut stubenrein war. Allerdings trauerte sie so stark über das erneut verlorenen Zuhause, dass sie begann die Nahrung zu verweigern. Sie lag auf ihrem geliebten Kuschelkissen in der Box und starrte traurig aus dem Fenster. Wir versuchten schnellstens eine neue Pflegestelle für sie zu finden, denn unseres Erachtens nach war Gretchen noch nicht so weit, diese Welt aus gesundheitlichen Gründen zu verlassen, nur leider gab sie sich langsam aber sicher auf. Sie verstand einfach nicht warum sie nun im Tierheim sitzen muss. Jeden Tag saßen Mitarbeiter bei ihr, schmusten und kuschelten mit ihr. Aber sie wollte nicht mehr, sie hatte die Hoffnung aufgegeben. Wir baten den Tierarzt, Gretchen auf ihrem geliebten Kissen in ihrer Box ruhend, gehen zu lassen. Ihre Bezugsperson aus dem Team des Katzenhauses legte sich zu ihr und so trat sie friedlich, bis zum letzten Atemzug von streichelnden Händen begleitet, schnurrend  ihre letzte Reise an.

    

So geht es, insbesondere den Abgabetieren, immer wieder. Ob durch einen Todesfall, ob Herrchen oder Frauchen ins Pflegeheim kommen, ob sich die Familie trennt… die Tiere verstehen es natürlich nicht. Was haben sie getan, wieso ist ihr Lebensraum weg, wieso hat der vertrauten Mensch sie verlassen. Wieso sie sich, soeben noch mit auf dem Sofa sitzend, nun in einer Box im Tierheim befinden. Sie trauern, verweigern die Nahrung, sind nicht ansprechbar, zittern tagelang – es ist schrecklich. Und auch egal, wie das Zuhause war, es war ihr Heim.

  

Genauso unvorbereitet traf es Daisy, 11 Jahre alt. So toll hatte sie es sicherlich nicht, in einem 1-Zimmer Appartement hatte sie gelebt, alleine mit ihrem Halter. Als dieser verstarb, kam Daisy ins Tierheim.  Und Daisy trauerte – ein zitterndes Bündel, vergraben unter Decken. Kaum ansprechbar und verzweifelt. Die hübsche, schwarze Katzendame kam überhaupt nicht klar. Nachts fraß sie etwas, aber am Tag war sie wieder unter ihrer Decke verschwunden und nahm keinen Trost und keinen Zuspruch an. Für Daisy konnte noch zeitnah eine Pflegestelle gefunden werden, bereits am ersten Abend lag sie mit der Tochter der Familie im Bett. War sofort aufgetaut, fraß gut und sitzt mit der Familie zusammen am Sofa.

 

Mitte Mai wurde uns der freundliche Jack (Foto2) von seinen Besitzern als Fundtier untergejubelt. Sie wollten ihn einfach loswerden. Der Terrier wurde etwa 2006 geboren und ist ein sehr liebenswerter, lustiger Rüde, der aber schnell versucht seinen Willen durchzusetzen und sehr deutlich zeigt, wenn ihm etwas nicht passt. Aud diesem Grund suchen wir für Jack einen kinderlosen Haushalt (oder aber Kinder im Teenageralter), bei unternehmungslustigen, verantwortungsvollen Menschen. Jack ist ein absoluter Traumhund für Terrierfans, der seine Menschen durch dick und dünn begleiten möchte!

 

 

Welpen und ihre Mütter

Im Mai kamen viele Katzenmütter mit ihren Babys. Bislang konnten alle noch in Pflegestellen verteilt werden, jedoch werden für die noch kommenden Mütter und ihre Welpen dringend Pflegestellen gesucht. Dies ist wichtig um den Welpen den Infektionsdruck im Tierheim zu ersparen. Auch die ersten Flaschenkinder landeten im Tierheim und werden nun in Pflegestellen liebevoll versorgt. Auch für diese werden noch Pflegestellen gesucht.

 

Dann erhielt das Tierheim einen Hilferuf: die 9-jährige Hündin! einer älteren Dame war von dem auch in der Familie lebenden Rüden gedeckt worden (dies lässt der Verfasser unkommentiert….). 6 Welpen hatte die alte Hundemutter zur Welt gebracht und hatte altersbedingt natürlich weder die entsprechende Milch noch die Kraft um ihre Babys zu versorgen.

Hundemama Kora, samt ihrem Nachwuchs kam ins Tierheim und wurde da das Tierheim keine Quarantänestation für Hunde besitzt, erst mal in der Küche untergebracht. Es war erbärmlich anzusehen: Kora konnte kaum laufen, geschweige denn sich um ihren Nachwuchs kümmern. Die alte Hündin war verzweifelt und todtraurig, weil sie natürlich ihre Kinder versorgen wollte. Alle wurden erst mal in die Klinik zur Untersuchung gebracht, der Kleinste und Schwächste musste dort bleiben, er wurde behandelt und zugefüttert – doch er schaffte es nicht. Kora wurde immer trauriger, weil sie ihren Welpen nicht ausreichend Milch geben konnte. Sie wurden von den Mitarbeitern zwar zugefüttert, aber sie versuchten natürlich immer wieder bei Mama zu saugen. Wir konnten es nicht mit ansehen – drei der Welpen wurden in Eine, zwei der Welpen, gemeinsam mit Mama Kora in eine andere Pflegestelle gebracht. So kann Kora ihren Pflichten als Mama nachkommen (bei zwei Welpen schafft sie das noch) und die anderen Drei gedeihen prächtig bei Pflegefrauchen und leckeren Milch-Fläschchen. 

 

 

Und Tschüss:

Endlich konnten auch unsere Langzeitinsassen Ronja und Mona aus dem Katzenhaus ausziehen. Auch für Hugo und Theo, die Unzertrennlichen, gab es endlich ein Happy End und die Schwestern Amy und Penny dürfen ihr Leben weiterhin gemeinsam verbringen. Manni hat es in eine End-Pflegestelle geschafft und Harper und Tom, zwei unserer scheuen Katzen, die bereits seit über einem Jahr im Tierheim gemeinsam auf eine Chance warteten, genießen nun ihr Leben auf einem ländlichen Anwesen, wo sie einfach nur Katze sein dürfen!

 

In der Hundeabteilung herrschte wenig Bewegung im Mai, jedoch kommen täglich weiterhin Anrufe von Menschen, die ihre Hunde abgeben wollen. Wir können aber natürlich erst dann wieder aufnehmen, wenn Platz da ist. Bitte setzen Sie ihr Tier nicht aus, wir führen ein Warteliste und sobald ein Plätzchen frei wird, rufen wir Sie an.

 

Auf Grund des Platzmangels bauen wir um. Eine leerstehende Wohnung in einem Nebengebäude des Tierheimes wird umgebaut um die Platzkapazitäten im Bereich der Katzen und Kleintiere zu erweitern und um ein Zimmer für solche Notfälle wie bei Kora und ihren Welpen zur Verfügung zu haben. Dazu benötigen wir Ihre Hilfe: http://www.tierheim-guetersloh.de/aktuelles_details.html?&no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]=3272&tx_ttnews[backPid]=2

 

Wildtiere:

Immer wieder stehen fast täglich, Menschen mit Vogelkindern oder verletzten Vögeln bei uns im Tierheim. Wir möchten Sie nochmals bitten, vorher bei uns anzurufen, wenn Sie ein Vogelkind oder einen verletzten Vogel gefunden haben. Wir leiten Sie dann an die entsprechenden Stellen weiter.

Oder es erfolgen Anrufe, von Menschen die Vogelkinder oder verletze Vögel gefunden haben, und erwarten das wir diese umgehend bei ihnen abholen. 

So gerne wir helfen, aber leider haben wir keine personellen Kapazitäten frei, um solche Fahrdienste leisten zu können. 

   

Zahlen vom Mai im Überblick:

Neuzugänge:

 

Hunde:       17 (2 Fundhunde wurden wieder abgeholt)

Katzen:      37

Kleintiere:    8

Vögel:          2

 

Vermittelt:

 

Hunde:        8

Katzen:     23

Kleintiere: 15

Vögel:         2

 

 

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